Wir haben Wurzeln, die tief verankert sind

Marie-Theres & Maximilia Knill, die 13. Generation in der KNILL-Gruppe über ihre Ambitionen und die Zukunft der Gruppe

das Interview

Wir haben uns mit Marie-Theres und Maximilia Knill getroffen. Die Töchter unserer Inhaber Georg & Christian Knill, sprachen mit uns über sich, ihre Ambitionen, und Vision, die KNILL Gruppe in der 13. Generation zu führen.

Wie würdet ihr euch gegenseitig in drei Worten beschreiben?

MK: Ich find’s unglaublich schwer mit so wenigen Worten jemanden zu beschreiben. Aber ich würd’ dich beschreiben als bodenständig, offen und zugänglich.

MTK: Mir wäre bei dir eingefallen Zielstrebig Auf jeden Fall. Dann auch offen. Und extrem ehrgeizig .

 

 

 

was macht ihr aktuell

Marie-Theres, du bist ja schon länger im Unternehmen. Was hat dich dazu bewegt? Was machst du gerade? Wo wird es hingehen in der Zukunft?

 

MTK: Ich bin seit 2018 in der Unternehmensgruppe. Zuerst bei Elsta Mosdorfer, einer unserer Tochter Gesellschaften. Da habe ich mein berufsbegleitendes Studium begonnen. Seit 2020 bin ich in der KNILL Energy Holding. Nach der Schule habe ich mich zuerst orientiert, hab geschnuppert und dann das Studium begonnen. Es hat gut gepasst, dass ich parallel dazu in der Firma arbeitete.

Aktuell bin ich in der Holding im Marketing tätig. Zusätzlich habe ich die Koordination des Nachhaltigkeitsberichts übernommen. Ich darf mit meinem Papa auf Geschäftsreisen sein und ihm über die Schulter schauen. In Zukunft ist der Plan, dass ich 3 Monate bei einer unserer Tochtergesellschaften in Australien verbringe und hoffentlich noch viel von meinem Papa lernen darf. 

Und irgendwann einmal die Firma in 13. Generationen übernehmen darf.

MK: Also ich habe gerade die HAK absolviert und jetzt geht es weiter in diesem Jahr mit meinem Studium. Ich möchte laufend weiter auf Geschäftsreisen mitfahren und da wirklich am Kunden, an der Quelle, viele Dinge miterleben – mir aneignen. Sowohl von mein Papa lernen, aber irgendwo meinen eigenen Weg finden. Also ich glaube, da muss ich ab und zu einfach mal probieren, vielleicht auch ab und zu Fehler machen und daraus lernen.

Und in Zukunft natürlich, dass wir dann gemeinsam in 13. Generation das Unternehmen übernehmen dürfen.

die Anfänge in den Unternehmen

Erinnert ihr euch an euren allerersten Kontakt mit der KNILL Gruppe? Eine Kindheitserinnerung die euch geprägt hat?

MTK: Meine erste Erinnerung an die KNILL Gruppe ist ein Firmenbesuch. Da war ein riesiger Ziehturm wo Glasfasern gezogen wurden. Das hat mich total fasziniert. Wir sind ganz oben gestanden und man hat gesehen, wie diese Glasfaser gezogen wird. Das habe ich in Erinnerung behalten.

MK: Für mich sind es zwei Dinge. Wir sind früher oft durch die Produktion in Pischelsdorf gegangen, das weiß ich noch. Und die erste richtig coole Erinnerung war, dass mich Papa auf eine Geschäftsreise nach London mitgenommen hat. Da war ich sechs Jahre alt.

Was besonders bei dieser Reise?

MK: Wir waren bei einem Kunden. Ich musste Englisch sprechen und mich vorstellen. Dabei zu sein und meinen Papa so in Aktion zu sehen war eine prägende Erinnerung, würde ich sagen. Allgemein über meinen Schatten zu springen und Englisch zu sprechen, mit jemand Fremden.

 

Beide Erinnerungen an Kundenbesuche sind sehr technisch. Wie geht es euch als Frau in einem so technischen Unternehmen?

MK: Also ich habe eine kaufmännische Ausbildung, deswegen ist natürlich die Technik jetzt nicht das Naheliegendste für mich. Die Themen der Firma sind durchaus komplex, nicht unbedingt leicht greifbar. Aber ich mache mir nicht allzu große Sorgen. Man kann sich alles beibringen, wenn man es möchte. Ich gehe da noch mit Gelassenheit an die Sache heran. Wenn ich es lernen möchte, dann werde ich es auch tun.

MTK: Ich habe auch eine kaufmännische Ausbildung absolviert. Wobei durch mein Innovationsmanagement Studium habe ich in ein paar technische Bereiche reingeschnuppert. Und ja, es ist natürlich schwierig, wenn es neue Dinge sind. Aber ich lerne immer gerne dazu und ich bin sehr interessiert an technischen Themen. Zusätzlich haben wir super Leute in unseren Unternehmen, die einem Vieles beibringen können. Ich finde es super, dass man immer über sich hinauswächst und dazu lernen kann.

Generation gutes Stichwort. Fühlt sich das mehr an wie eine Bürde oder eher wie eine Motivation?

MTK: Gute Frage. sowohl als auch. Ich empfinde es nicht als Bürde, aber es ist definitiv eine große Verantwortung, wenn man in 13. Generation so ein großes Unternehmen übernimmt. Aber gleichzeitig ist es eine richtig gute Motivation, das so gut weiterzuführen und weiter auszubauen, wie es die Generationen vor uns getan haben.

MK: Ich muss auch sagen, es ist eine riesengroße Ehre und extrem große Vorfreude – jetzt schon. Auch wenn es extrem viel Verantwortung ist, freue ich mich, diese übernehmen zu dürfen. Es ist nicht selbstverständlich, dass man diese Gelegenheit hat. Ich muss sagen, man kriegt die Werte der Familie mit. Und für mich war immer klar, dass dieses Unternehmen eine riesengroße Chance für uns ist, ein Glück. Ich habe nie vermittelt bekommen, dass es etwas Negatives ist, eine Bürde. Ich stehe allem da sehr positiv gegenüber.

Frauen in der Führungsrolle

Wie fühlt sich das für euch an, die ersten Frauen in der Führung der Unternehmensgruppe zu sein bzw. zu werden?

MKT: Unser Business ist natürlich sehr männerdominiert. Und da finde ich es super, dass es 2 Frauen in der nächsten Generation führen dürfen. Ich glaube, ja ich hoffe, dass es heutzutage keinen großen Unterschied macht, ob man in einer Führungsposition Mann oder Frau ist. In der Firmengeschichte wären wir die erste Generation in der überhaupt eine Frau das Unternehmen übernimmt und dann gleich zwei Frauen.

MK: Es ist eine super Sache. Es ist insofern vielleicht schwierig, weil ich in der Geschichte kein Vorbild suchen kann. Man sieht niemanden in dieser Rolle, in dieser Industrie oder unseren Unternehmen zumindest. Aber irgendjemand muss immer der erste sein, und anfangen. Deswegen freue ich mich drauf und mache mir keine Sorgen. Geschlechter und Vorurteile haben schlussendlich wenig mit dem Können zu tun. Es können sich alle schon länger darauf vorbereiten, dass die nächste Generation weiblich wird. Wir sind alle gewappnet dafür.

 

Abseits der Firma und des Alltags, was ist eure Leidenschaft?

MTK: Meine große Leidenschaft sind Pferde und das Reiten, besonders das Springreiten. Aber grundsätzlich bin ich privat sehr sportlich und bin für jeden Spaß zu haben.

MK: Auch wenn ich Pferde mag, vom Reiten konnte man mich nicht ganz überzeugen. Meine Leidenschaft ist die Musik. Ich spiele richtig gern Gitarre und Klavier. Auch das Reisen ist meine große Leidenschaft, die meine Eltern mir ganz früh in die Wiege gelegt haben.

 

Bleiben wir gleich bei den Eltern. Was bedeutet es für euch, Teil einer traditionsreichen Familiengruppe zu sein? In einer Welt, in der Start-ups und kurzfristigen Investments oft im Fokus stehen.

MTK: Ich finde es gibt nicht mehr so viele Familienunternehmen oder vielleicht sind Familienunternehmen eher in der Minderheit. Es ist eine extreme Ehre, in so was hineingeboren worden zu sein und das miterleben zu dürfen.

MK: Start-ups finde ich unglaublich spannend. Es ist eine eigene Welt, das will ich gar nicht klein reden. Was uns als Familienunternehmen, mit 12 Generationen bzw. über 300 Jahren Geschichte unterscheidet, sind Wurzeln. Wir haben Wurzeln, die so tief verankert sind, was kein Start-up haben kann. Und was noch viel schöner ist, wir können diese Geschichte weiterschreiben und uns auf diese Wurzeln verlassen.

Ausblicke

Von den Wurzeln in die Zukunft. Was wünscht ihr euch für die Zukunft?

MK: Eine große Frage. Zukunft ist so unvorhersehbar. Und das macht sie auch spannend. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass das Unternehmen als Familienunternehmen weitergeht. Ich freue mich unglaublich darauf, wie es sich neu formen wird, was sich verändern wird, was gleichbleiben wird und was ich dem Unternehmen in ein paar Jahren bieten darf.

 

MTK: Ich kann mich dem anschließen. Ich wünsche mir, dass das Unternehmen so weiterläuft, wie es bis jetzt läuft. Ich freue mich einfach auf die Zukunft. Wie es dann weitergeht, werden wir sehen.

 

 

Vielen Dank für Ihre Zeit und die inspirierenden Antworten. Wir freuen uns auf diese aufregende Zeit und all die frischen Ideen, die ihr in Zukunft in die Gruppe einbringen werdet.

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